Vorsorgen kann auch bedeuten, sich auf den eventuellen Eintritt einer schweren Erkrankung vorzubereiten, zum Beispiel mit einer Patientenverfügung, einer Betreuungsverfügung oder einer Vorsorgevollmacht.


Eine Patientenverfügung ist vor dem Gesetz verbindlich und bezieht sich auf den Fall einer eigenen schweren Erkrankung, bei der man ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr selbst in der Lage ist, zu bestimmen, welche ärztlichen Maßnahmen durchgeführt werden sollen – oder auch nicht – . Sie legen die entsprechenden Details im Voraus selbst fest. Einen Vordruck zum Ausfüllen mit vielen hilfreichen Informationen finden Sie hier: PDF Patientenverfügung

In einer Betreuungsverfügung legen Sie fest, wer Entscheidungen für Sie treffen kann und soll, wenn Sie aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung nicht mehr selbst dazu in der Lage sein sollten. Allerdings muss der von Ihnen festgelegte  „Betreuer“ erst noch gerichtlich bestellt werden, bevor er handeln kann und er wird zudem  vom Betreuungsgericht überwacht.

Mit einer Vorsorgevollmacht hingegen kann die von Ihnen im Voraus festgelegte Person bei Bedarf sofort Entscheidungen für Sie treffen und das Gericht hat in diesem Fall keinerlei Aufsichtspflicht.


Weitere detaillierte Informationen zu diesen Themen sowie entsprechende Formblätter zum download bzw. Formulierungshilfen zum Verfassen der Verfügungen finden Sie unter www.bmj.de