Jemand stirbt – Was ist nun zu tun?

 

Der Verlust eines Angehörigen oder nahen Freundes bedeutet für die Hinterbliebenen in erster Linie Schmerz und Trauer. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Tod aufgrund Alters oder einer Krankheit zu erwarten war oder ob er plötzlich und unerwartet eintritt. Nun kommen plötzlich organisatorische Überlegungen, Entscheidungen und Behördengänge auf einen zu, die es in aller Kürze zu regeln gilt. Man möchte ja schließlich eine Bestattung vorbereiten, die dem Verstorbenen würdig und gerecht werden soll, und dabei kommen nun zahlreiche Fragen auf:

 

Welche Art von Bestattung soll durchgeführt werden? Und bei Vielen stellt sich natürlich auch die Frage: „Was kostet solch eine Beerdigung überhaupt?“ Viele Menschen fühlen sich in dieser schmerzlichen Situation unsicher, vielleicht sogar ratlos, und aus diesem Grund möchten wir Ihnen an dieser Stelle gern einen Überblick über die wichtigsten ersten Schritte geben.

 

1.

Todesbescheinigung durch einen Arzt

Ist der Tod zu Hause eingetreten, so muss zunächst sofort der bisher behandelnde Arzt oder ein Notarzt benachrichtigt werden. Dieser wird die Todesursache fest- und die Todesbescheinigung ausstellen. Ist der Tod in einem Krankenhaus, Altenheim oder Hospiz eingetreten, wird dies von dort aus veranlasst.

 

2.

Den Bestatter anrufen

Aber wie finde ich den richtigen?

 

Um in dieser Situation hilfreiche Entlastung und Unterstützung zu bekommen, sollte ein Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens hinzugezogen werden. Aber wie findet man das richtige Institut, um auch wirklich in „gute Hände“ zu geraten?

 

Am besten wäre es natürlich, wenn man durch Verwandte, Bekannte oder Nachbarn eine Empfehlung, die auf eigenen Erfahrungen beruht, einholen kann. Kennen Sie vielleicht jemanden in Ihrer örtlichen Umgebung, der selbst in der Vergangenheit einen Trauerfall hatte?

 

Falls dies nicht der Fall ist und man sich auf das eigene Gefühl beim Sichten von ortsüblichen Werbeanzeigen oder Branchenverzeichnissen verlassen will, dann sollte man bei der Auswahl bestimmte Kriterien beachten. Ein Bestatter, der die Prüfung zum Fachgeprüften Bestatter erfolgreich abgeschlossen hat und mit diesem Markenzeichen

 

 

werben darf, ist ganz besonders auf die sehr strengen Grundsätze der Berufsethik im Bestattungsgewerbe verpflichtet.

 

 

Eine weiteres Merkmal für die Erfüllung höchster Ansprüche an die Dienstleistungen eines Bestattungsunternehmens  ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001.  Bestatter, die diese Zertifizierung erreicht haben, dürfen mit diesem Zeichen werben

 

 

Diese Zertifizierung steht für den weltweit bekanntesten Standard für Managementsysteme und Qualitätskontrolle. Bestattungsunternehmen mit diesem Zertifikat haben ein entsprechendes Qualitätsmanagementsystem eingeführt und unterliegen einer ständigen strengen Kontrolle durch dafür geschulte Prüfer.

 

Zitat aus einer Presseinformation des Bundesverbandes für Bestatter:

„Betriebe, die dieses Markenzeichen führen, verdienen das Vertrauen der Verbraucher, denn sie sorgen für das, was im Slogan der Imagekampagne beworben wird: Am Ende der Reise gut ankommen.“

 

Noch besser wäre es allerdings, sich frühzeitig genug ein persönliches Bild von den ortsansässigen Bestattern zu machen und in aller Ruhe den eigenen Bauch entscheiden zu lassen. Dies gibt einem später, wenn die Zeit gekommen ist, ein beruhigendes Gefühl. Warum sollte man nicht vorher schon unverbindlich ein rein informatives und kostenloses Gespräch suchen, um sich mit der Entscheidung später leichter zu tun?

In den häufigsten Fällen handelt es sich um die Eltern oder Großeltern, die eines Tages unweigerlich von uns gehen werden, das ist uns allen bewusst. Doch obwohl wir über dieses Thema nicht gerne nachdenken oder sprechen möchten, gibt es viele gute Gründe, sich früh genug Gedanken über diesen Ernstfall zu machen, da die Zeit nach dem Eintritt des Todes von schmerzlicher Trauer und einem gewissen Zeitdruck gleichermaßen geprägt sein wird. Überraschenderweise stellen viele Menschen im Nachhinein fest, dass es eigentlich überhaupt nicht schlimm war, sondern vielmehr ein beruhigendes Gefühl vermittelt hat, sich mit dem Thema Sterben und Tod befasst zu haben, als es noch gar keinen akuten Grund dafür gegeben hat.

 

Das durch Sie ausgewählte Bestattungsinstitut wird dann mit Ihnen über die Abholung des Verstorbenen und die weitere Vorgehensweise sprechen und Sie bitten, die hierfür erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen.

 

Sollten einige dieser Unterlagen für Sie nicht mehr auffindbar sein, können wir Ihnen bei deren Beschaffung behilflich sein.

 

  • Die Todesbescheinigung des Arztes, wenn der Tod zuhause eingetreten ist
  • Falls vorhanden, eine Willenserklärung des Verstorbenen über die gewünschte Art der Bestattung
  • Bei Ledigen die Geburtsurkunde
  • Bei Verheirateten die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch
  • Bei Geschiedenen zusätzlich das Scheidungsurteil
  • Bei Verwitweten die Sterbeurkunde des Ehegatten
  • Rentenbescheid, Krankenkassen-Karte
  • Versicherungspolicen zu Lebens- oder Sterbegeldversicherungen
  • Informationen zu eventuell vorliegenden Grab-Urkunden
  • Personalausweis des Verstorbenen