Die Zeit danach – für viele Trauernde die schlimmste Zeit überhaupt

 

Für viele Hinterbliebene beginnt die schlimmste Zeit in den Tagen und Wochen nach der Beerdigung des Verstorbenen. Die Besuche von mitfühlenden Verwandten und Freunden werden langsam weniger, der normale Alltag will sich wieder durchsetzen und man hat keine Termine mehr wahrzunehmen, bei denen es um die Beerdigung oder die Trauerfeier geht. Man sitzt zuhause, im schlimmsten Fall allein - und man beginnt nun ganz langsam zu begreifen, was passiert ist und was das bedeutet. Ein geliebter Mensch ist aus dem eigenen Leben genommen worden und kommt nicht mehr nachhause, obwohl man ständig darauf wartet, dass er endlich zur Tür herein kommt. Man verspürt diese Stille und die Leere und man fragt sich, wie denn nun alles im Leben überhaupt weitergehen soll. Die Seele unterliegt in dieser Zeit vielen verschiedenen Gefühlen wie Schmerz, Wut, Einsamkeit, Reue oder Hoffnungslosigkeit und man fragt sich immer wieder nach dem „Warum“.

 

Den Tod eines nahestehenden Menschen zu verarbeiten, braucht viel Zeit. Aber jeder, der selbst schon einmal einen Todesfall zu beklagen hatte, kann bestätigen, dass das Leben einen irgendwann wieder zurückholt. Ein Teil der Trauer und des Schmerzes bleibt, aber der Tag wird kommen, an dem man wieder Freude und Hoffnung empfinden kann. Irgendwie hat die Natur es geschafft, dies so einzurichten, auch wenn man anfangs nicht daran glauben kann.

 

Neben einer professionellen Trauerbegleitung gibt es noch viele weitere Dinge, die einem dabei helfen können, die Trauer besser zu verarbeiten. Manche gehen, so oft sie können, zum Friedhof und sprechen zu dem Verstorbenen - über alles Mögliche, manchmal auch über das, was vorher nie ausgesprochen wurde. Es gibt Literatur in Form von Geschichten, Texten und Gedichten, die helfen können. Manche finden Trost bei der Grabgestaltung, weil es einem das Gefühl gibt, dass man auf diese Art immer noch etwas für den Verstorbenen tun kann. Selbsthilfegruppen oder Einrichtungen wie das Trauercafé oder das Trauertelefon machen deutlich, dass man nicht der einzige ist, der trauert. Täglich sterben viele Menschen, überall auf der Welt und in jedem Alter. Und sie alle hinterlassen jemanden, der dies verarbeiten muss. Manche möchten einfach nur weg, weil ihnen eine räumliche Trennung vom Geschehenen nun erst einmal als die beste Hilfe erscheint. Eine Reise in eine andere schöne Umgebung kann also auch helfen. Darum werden inzwischen auch Reisen für Trauernde angeboten, die durch Trauerhelfer organisiert und begleitet werden.

 

 

Sprechen Sie uns an, wenn wir Ihnen auch „in der Zeit danach“ mit Rat und Hilfe beistehen können oder wenn für Sie oder Ihre Angehörigen, vielleicht auch für Ihre Kinder, eine persönliche Trauerbegleitung in Erwägung gezogen werden sollte. Wir können Ihnen eine professionelle und einfühlsame Trauerbegleiterin vermitteln.

 

Bei uns sind Sie nach der Beerdigung keineswegs  „Aus den Augen, aus dem Sinn“